Die Energiewende für den Gebäudebestand

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Wie Gebäude zur Energiewende beitragen können

Energieerzeugung, Landwirtschaft, Industrie, Verkehr – die üblichen Verdächtigen, wenn es um die Verursacher von Treibhausgasemissionen geht. Gebäude geraten als potenzielle Verursacher dabei nur selten in den Fokus, obwohl ihr Anteil an den Emissionen in Österreich 2019 mit 10% genauso hoch war wie der des Landwirtschaftssektors und im Vergleich zum Vorjahr um 3% gestiegen ist. Weltweit lässt sich ein ähnlicher Trend beobachten: Die energiebedingten CO2-Emissionen von Gebäuden erreichten 2019 ein Allzeithoch, wie aus dem Bericht Tracking Buildings 2020 der Internationalen Energieagentur hervorgeht.

Steigender Energieverbrauch im Gebäudesektor

Immer häufiger auftretende extreme Wetterereignisse ( wie z. B. Hitzewellen) und die steigende Nachfrage nach Energiedienstleistungen (z. B. Strom für Kühlung und Geräte) gelten als die beiden Hauptfaktoren, die für den steigenden Energieverbrauch im Gebäudesektor verantwortlich sind. Doch Schwarzmalerei ist fehl am Platz, denn Gebäude bergen ein erhebliches Potenzial, um die CO2-Emissionen zu senken und zu einer CO2-neutralen Zukunft beizutragen. Wir können und sollten dieses Potenzial ausnutzen.

Großer Sanierungsbedarf in Österreich

In Österreich gibt es 2,5 Millionen Gebäude. Laut Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000 sollten 40 % davon energetisch saniert werden. In besonders schlecht sanierten Gebäuden könnten zudem 60 bis 70 % der Emissionen und Energiekosten eingespart werden, so Wahlmüller. Schlechte Dämmung und Wärmeverluste gehen dabei Hand in Hand – der Großteil der CO2-Emissionen wird jedoch von Ölheizungen und Gaskesseln verursacht: Nach Angaben der Statistik Austria sind noch 626.109 bzw. 900.000 davon in Betrieb. Da Österreich bis 2040 klimaneutral werden möchte, sind diese Anlagen ökologisch nicht nur untragbar, sondern werden in absehbarer Zeit auch verboten werden. Es ist also höchste Zeit für eine Umstellung.

Rechtliche Hürden

Ein grundlegender Wandel ist immer mit Herausforderungen verbunden. Die Renovierung bestehender Gebäude mit dem Ziel, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, und der Bau neuer, energieeffizienter Gebäude sind nicht nur mit technischen und wirtschaftlichen, sondern auch mit rechtlichen Problemen verbunden.  Genau wie die Energieeffizienz müssen auch die Vorschriften verschärft werden. Ein einzelner Eigentümer sollte zum Beispiel nicht die Möglichkeit haben, die Renovierung eines ganzen Wohngebäudes zu blockieren. Gleichzeitig kann man niemanden zwingen, Kosten zu tragen, die seine finanziellen Möglichkeiten übersteigen, auch wenn er langfristig von den Einsparungen profitieren würde. Solche Dilemmas müssen aufgelöst werden. Ebenso wichtig ist es, den Mythos zu entkräften, dass energieeffizientes Bauen zwangsläufig teurer sei. Das Umweltbundesamt hat im Dezember 2020 eine Studie mit dem Titel „13 Thesen für einen treibhausgasneutralen Gebäudebestand“ veröffentlicht. Darin werden die Ergebnisse der Baukostensenkungskommission der Bundesregierung zitiert: Kostensteigerungen bei Bau- und Sanierungsvorhaben werden zum größten Teil durch allgemeine Preissteigerungen verursacht, während die energetischen Anforderungen nur wenige Prozentpunkte beitragen.

Keine Utopie, sondern schon heute Realität

Mehrere Projekte haben gezeigt, dass sowohl die Renovierung als auch das klimaneutrale Bauen technisch machbar sind. Dank des breiten Spektrums an verfügbaren Technologien können wir heute die ideale Lösung für die thermische Optimierung von sowohl Wohn- als auch gewerblichen Gebäuden wählen. Letztlich geht es darum, dass der Gebäudesektor nicht nur Energie verbraucht, sondern auch Energie produziert. Die Gebäude müssen in klimaneutrale, autarke Systeme umgewandelt werden, die eher „Siedlungen“ als einzelne Häuser sind und sich selbst mit Energie versorgen können. Was noch vor wenigen Jahren wie eine Utopie klang, ist heute bereits Realität: Entsprechende Wohnbauprojekte sind bereits im Gange. Der „Freiraum Freistadt“ in Freistadt, Oberösterreich, ist beispielsweise eine Wohnanlage mit 25 Wohneinheiten, die aufgrund ihres innovativen Energiekonzepts zu den modernsten des Landes zählt: eine installierte Photovoltaikanlage, die sich auf unsere Batteriespeicher und die intelligente Energiemanagementplattform von NTUITY stützt und das gesamte Gebäude völlig autark macht.

Die Energiewende ist in vollem Gange, und der Gebäudebestand kann jetzt dazu beitragen, dass sie noch schneller vorankommt.

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